Finanzen
Break-Even verstehen, mit interaktivem Rechner
Der Break-Even-Punkt ist die Verkaufsmenge, ab der die Einnahmen alle Kosten decken. Formel: Fixkosten geteilt durch den Deckungsbeitrag pro Stück (Preis minus variable Kosten). Beispiel: Bei 2.500 € Fixkosten und 35 € Marge pro Verkauf brauchst du 72 Verkäufe pro Monat, bevor du den ersten Euro Gewinn machst.
Der Break-Even gehört in Kapitel 8 des Businessplans: Aufbau, Inhalt und Fallstricke →
Was der Break-Even-Punkt ist
Warum diese Zahl über alles entscheidet: Sie macht aus deiner Idee ein konkretes, prüfbares Ziel. "72 Verkäufe im Monat" ist für deinen Kanal und deine Kapazität entweder plausibel, oder eben nicht. Wer diese Rechnung überspringt, findet die Antwort meist erst nach einem Jahr Verlust heraus.
Die drei Eingaben: dein Preis, deine variablen Kosten pro Stück (alles, was nur beim Verkauf anfällt: Material, Versand, Zahlungsgebühren) und deine monatlichen Fixkosten (alles, was sowieso anfällt: Miete, Werkzeuge, Versicherungen).
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71% des Preises bleiben zur Deckung der Fixkosten
Break-Even
72 Verkäufe / Monat
Entspricht Umsatz
3.528 € / Monat
Der stärkste der drei Hebel ist der Preis: Preise kalkulieren in 5 Schritten →
Die Zahl im Alltag prüfen
Plausibilitätsprüfung nach dem Rechnen: Teile die Break-Even-Menge durch deine realistischen Arbeitstage. Braucht ein Solo-Gründer 72 Verkäufe im Monat, sind das 3–4 an jedem Arbeitstag, inklusive Akquise, Lieferung und Verwaltung. Machbar? Diese Frage ist das eigentliche Ergebnis des Rechners.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen fixen und variablen Kosten?
Fixkosten fallen unabhängig vom Verkauf an: Miete, Software-Abos, Versicherungen, Grundgehälter. Variable Kosten entstehen pro verkaufter Einheit: Material, Versand, Zahlungsgebühren, Provisionen. Diese Trennung ist die Grundlage jeder Break-Even-Rechnung.
Was mache ich, wenn mein Break-Even unerreichbar hoch liegt?
Drei Hebel, in dieser Reihenfolge prüfen: Preis erhöhen (wirkt am stärksten, weil jeder Euro voll in die Marge geht), variable Kosten pro Stück senken, Fixkosten reduzieren. Wenn keiner der drei Hebel den Break-Even in Reichweite bringt, ist das ein ernstes Signal für das Geschäftsmodell.
Gilt die Rechnung auch für Dienstleistungen und Abos?
Ja, mit angepassten Einheiten: Bei Dienstleistungen ist die Einheit eine Stunde oder ein Projekt, bei Abos ein Kunde pro Monat. Bei Abos zusätzlich wichtig: Die Kundengewinnungskosten müssen sich innerhalb weniger Monatsbeiträge zurückverdienen, sonst wächst man sich in den Verlust.
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