Versicherungen
Versicherungen für Gründer: was Pflicht ist und was warten kann
Allgemeine Information zur Rechtslage in Deutschland, Stand August 2026. Keine Rechtsberatung. Andere Länder regeln das anders.
Deine bestehenden Verträge decken die Selbstständigkeit überwiegend nicht mit ab. Die private Haftpflicht schließt beruflich veranlasste Schäden aus, ohne Umsatzgrenze und ab dem ersten bezahlten Auftrag. Pflicht sind nur drei Dinge: die Krankenversicherung, die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft binnen einer Woche nach § 192 SGB VII und, für bestimmte Gruppen wie zulassungspflichtige Handwerker, Lehrer, Hebammen oder Künstler, die gesetzliche Rentenversicherung. Alles Weitere ist eine Abwägung, und die beiden dringendsten sind die Berufsunfähigkeitsversicherung, weil ihr Beitrag mit jedem Jahr steigt, und die Betriebshaftpflicht, die für Büro und Beratung oft 80 bis 200 Euro im Jahr kostet. Inhalt, Rechtsschutz und Cyber können warten.
Der Tag, an dem deine privaten Policen aufhören zu zahlen
Die üblichen Ratgeber zu diesem Thema beginnen mit einer Liste von zwölf Policen und einem Vergleichsrechner. Das ist das falsche Ende. Bevor irgendetwas abgeschlossen wird, lohnt der Blick auf die Verträge, die längst in der Schublade liegen. Denn genau dort entsteht die Lücke, in der ein Gründer heute ungeschützt dasteht, ohne etwas falsch gemacht zu haben.
Das Muster ist überall dasselbe. Private Verträge sind für das Privatleben geschrieben und nehmen die berufliche Tätigkeit ausdrücklich aus. Eine mobile Fahrradwerkstatt in Berlin ist das saubere Beispiel: dasselbe Werkzeug, dieselben Hände, dieselbe Garage. Am Sonntag gedeckt, am Montag nicht, weil am Montag jemand für die Reparatur bezahlt hat.
Was weiterläuft, und was nicht
Private Haftpflicht
Deckt nicht mehr
Schließt beruflich und gewerblich veranlasste Schäden aus. Nicht ab einer bestimmten Größe, sondern ab dem ersten bezahlten Auftrag. Wer beim Kunden eine Vase umstößt, ist privat versichert, solange er dort zu Besuch ist, und unversichert, sobald er dafür eine Rechnung schreibt.
Hausratversicherung
Deckt nicht mehr
Deckt privaten Hausrat. Werkzeug, Warenlager, Vorführgeräte und die Ausstattung des Arbeitszimmers gelten als betrieblich und fallen heraus, sobald die Wohnung überwiegend geschäftlich genutzt wird. Viele Verträge kennen eine kleine Klausel für Arbeitsmittel, die für ein Notebook reicht und für eine Werkstatt nicht.
Kfz-Haftpflicht privat
Läuft weiter
Deckt weiter, aber nur im vertraglich vereinbarten Rahmen. Wer sein Auto oder seinen Lastenrad-Anhänger regelmäßig gewerblich einsetzt, muss die Nutzungsart melden. Verschwiegene gewerbliche Nutzung kann im Schadensfall den Schutz kosten.
Krankenversicherung
Läuft weiter
Bleibt bestehen, wird aber teurer und anders berechnet. Statt des halben Arbeitnehmerbeitrags zahlst du den vollen Satz auf deine gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nach § 240 SGB V: Gewinn, Mieten, Kapitalerträge. Der Wechsel muss der Kasse gemeldet werden.
Gesetzliche Unfallversicherung
Deckt nicht mehr
Die Mitgliedschaft aus dem Angestelltenverhältnis endet mit dem Arbeitsvertrag. Als Selbstständiger meldest du dich binnen einer Woche bei deiner Berufsgenossenschaft an, § 192 SGB VII, auch ohne einen einzigen Mitarbeiter.
Rechtsschutz privat
Deckt nicht mehr
Der Berufsrechtsschutz im Privatvertrag gilt für Streit aus einem Arbeitsverhältnis, nicht für Streit mit deinen Kunden oder Lieferanten. Genau der Fall, der als Selbstständiger wahrscheinlich wird, ist der einzige, der nicht mitversichert ist.
Berufsunfähigkeitsschutz über den Arbeitgeber
Deckt nicht mehr
Eine betriebliche Absicherung endet mit dem Job. Und die Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung setzt fünf Jahre Beitragszeit und drei Pflichtbeitragsjahre in den letzten fünf Jahren voraus. Wer sich nicht freiwillig weiterversichert, verliert diesen Anspruch nach einigen Jahren Selbstständigkeit still.
Zwei Zeilen laufen weiter, und auch die nur zu geänderten Bedingungen. Jede rote Zeile ist ein Schutz, den du letzten Monat hattest und diesen Monat nicht mehr.
Allgemeine Orientierung, keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung. Ausschlüsse unterscheiden sich zwischen Anbietern und Tarifen, und maßgeblich ist immer deine eigene Police, nicht eine Übersicht.
Pflicht, dringend, später
Die ehrliche Fassung der Liste, die jedem Gründer vorgelegt wird. Lange Balken haben ein Datum oder einen echten Schaden hinter sich, kurze Balken stehen dort, weil eine Checkliste sie kennt.
In der Reihenfolge, die zählt
Krankenversicherung anpassen
Pflicht, sofort
Besteht seit 2009 für jeden. Der Status ändert sich mit der Selbstständigkeit, der Beitrag auch. Wer die Meldung vergisst, bekommt die Differenz rückwirkend nachberechnet, im schlimmsten Fall über Jahre.
Berufsgenossenschaft anmelden
Pflicht, eine Woche
§ 192 SGB VII, unabhängig von Rechtsform und Mitarbeiterzahl. Deine Beschäftigten sind dort immer pflichtversichert, du selbst je nach Satzung. Für viele Einzelunternehmer liegt der Mindestbeitrag unter 100 Euro im Jahr.
Rentenversicherung klären
Pflicht für manche
Nicht alle Selbstständigen sind pflichtversichert, aber mehr, als die meisten glauben: zulassungspflichtige Handwerker der Anlage A, Lehrer und Erzieher, Hebammen, Pflegepersonen sowie Künstler und Publizisten über die Künstlersozialkasse. Wer dazugehört und schweigt, bekommt die Beiträge nachberechnet.
Berufsunfähigkeit absichern
Dringend
Keine Pflicht, aber der wahrscheinlichste Totalausfall eines Solo-Betriebs. Ohne Erwerbsminderungsanspruch und ohne private Police fällt bei einem Bandscheibenvorfall nicht nur der Umsatz aus, sondern auch das Einkommen. Und die Police wird mit jedem Jahr und jeder Diagnose teurer.
Betriebshaftpflicht abschließen
Dringend
Keine Pflicht, aber der Grund, warum die private Haftpflicht ihre Lücke hat. Für Büro- und Beratungstätigkeiten oft 80 bis 200 Euro im Jahr. Viele Auftraggeber und Vermieter verlangen den Nachweis, bevor sie unterschreiben.
Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht
Je nach Beruf
Für Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Architekten, Ingenieure, Ärzte und Versicherungsvermittler ist sie Zulassungsvoraussetzung. Für alle, die beraten, planen oder programmieren, ist sie die Police, die den einen Fehler abfängt, den die Betriebshaftpflicht nicht kennt: den reinen Vermögensschaden.
Inhalt, Elektronik, Cyber, Rechtsschutz
Kann warten
Sinnvoll ab dem Punkt, an dem Werkstatt, Warenlager oder Kundendaten einen Wert haben, den du nicht aus der Portokasse ersetzt. Vorher binden sie Geld, das in der Validierung besser aufgehoben ist.
Kfz gewerblich melden
Sobald du fährst
Regelmäßige gewerbliche Nutzung gehört dem Versicherer gemeldet. Das kostet Beitrag. Sie nicht zu melden kostet im Schadensfall den Schutz, und zwar rückwirkend.
Die Balken veranschaulichen die Dringlichkeit, sie sind keine Messwerte. Lang heißt, es gibt eine Frist oder einen realistischen Schaden dahinter, kurz heißt, es kann warten, ohne dich zu entblößen.
Die Police, die fast niemand zuerst abschließt
Frag einen Gründer, was er zuerst versichert hat, und die Antwort lautet meist: die Ausstattung, oder die Haftpflicht, weil ein Auftraggeber den Nachweis wollte. Fast niemand nennt die eigene Arbeitskraft. Dabei ist sie in einem Ein-Personen-Betrieb der Vermögenswert, auf dem alles andere steht.
Zwei Zahlen genügen als Begründung. Ein zerstörtes Notebook kostet rund 1.500 Euro und eine Woche Ärger. Ein Bandscheibenvorfall mit 38, der den Beruf beendet, kostet das Erwerbseinkommen von dreißig Jahren. Fast jeder Gründer versichert zuerst das Notebook.
Das zweite Argument ist Rechnen, nicht Angst. Der Beitrag richtet sich nach Eintrittsalter und Gesundheitszustand am Tag des Antrags. Jedes Wartejahr verteuert ihn, und jede Diagnose dazwischen kann zu einem Ausschluss oder zur Ablehnung führen. Es ist die einzige Police auf dieser Liste, bei der Aufschieben den Schutz dauerhaft verschlechtert und nicht nur verschiebt.
Daneben steht eine stille Falle im gesetzlichen System. Die Erwerbsminderungsrente setzt fünf Jahre Beitragszeit voraus und drei Pflichtbeitragsjahre in den letzten fünf Jahren. Wer sich als Selbstständiger nicht freiwillig weiterversichert, verliert diesen Anspruch nach einigen Jahren, ohne dass jemand darüber informiert. Prüfe, was du im Ernstfall tatsächlich bekämst, bevor du einen Boden unter dir annimmst.
Der Schaden, den man sieht, und der, den man nicht sieht
Es gibt zwei völlig getrennte Haftpflichtpolicen, und ihre Namen machen das nicht deutlich. Die Betriebshaftpflicht zahlt, wenn etwas kaputtgeht oder jemand verletzt wird: das umgestoßene Regal, der Kunde, der über dein Kabel stolpert, der zerkratzte Parkettboden. Die Vermögensschadenhaftpflicht zahlt, wenn deine Arbeit selbst einen finanziellen Schaden verursacht: der falsche Rat, die verpasste Frist, die Berechnung, die um den Faktor zehn danebenlag.
Die Falle liegt darin, dass die Betriebshaftpflicht reine Vermögensschäden ausdrücklich ausschließt. Wer berät, plant, gestaltet oder programmiert und nur eine Betriebshaftpflicht abschließt, hat genau das Risiko versichert, das seine Arbeit fast nie erzeugt, und keines für das Risiko, das sie ständig erzeugt. Die Versicherungsbestätigung sieht für den Kunden in beiden Fällen gleich aus.
Für Handwerk und alles Körperliche gilt die umgekehrte Reihenfolge: erst die Betriebshaftpflicht, die Vermögensschadenhaftpflicht selten. Der Prüfstein ist einfach. Wenn dein schlimmster realistischer Fehler nichts beschädigt und trotzdem jemanden ärmer macht, brauchst du die zweite Police.
Was jede Police kostet, und wo sie aufhört
Die letzte Spalte ist wichtiger als die erste. Fast jede Lücke, die im Schadensfall auffällt, steckt in einer Police, die tatsächlich abgeschlossen wurde, genau an der Stelle, an der sie endet.
| Police | Typische Kosten | Zahlt für | Zahlt nicht für |
|---|---|---|---|
| Betriebshaftpflicht | 80 bis 200 Euro im Jahr für Büro und Beratung, über alle Branchen rund 77 bis über 3.000 Euro | Personen- und Sachschäden, die du bei der Arbeit verursachst. | Reine Vermögensschäden, also den Fehler, der nur Geld kostet und nichts kaputt macht. |
| Vermögensschadenhaftpflicht | Stark abhängig von Beruf, Umsatz und Deckungssumme, für kleine Beratungsbetriebe oft im niedrigen dreistelligen Bereich pro Jahr | Genau die Lücke der Betriebshaftpflicht: falscher Rat, verpasste Frist, fehlerhafte Berechnung. | Vorsatz. Und alles, was du zusagst, ohne es zu können. |
| Berufsunfähigkeitsversicherung | Rund 38 Euro im Monat mit 35 Jahren im Büro, rund 145 Euro mit 45 Jahren im Handwerk | Dein Einkommen, wenn du deinen Beruf länger als sechs Monate nicht mehr ausüben kannst. | Kurzfristige Krankheit. Dafür ist das Krankentagegeld da, und das fehlt den meisten ebenfalls. |
| Berufsgenossenschaft | Nach Lohnsumme und Gefahrklasse, Mindestbeitrag für Kleinstbetriebe oft unter 100 Euro im Jahr | Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten deiner Beschäftigten, teils auch deine eigenen. | Unfälle in der Freizeit. Und den Verdienstausfall des Betriebs. |
| Inhalts- und Elektronikversicherung | Ab etwa 100 Euro im Jahr für kleine Betriebe, stark abhängig von der Versicherungssumme | Werkzeug, Warenlager, Geräte bei Feuer, Einbruch, Leitungswasser. | Verschleiß, und meist nicht das Gerät, das du im Auto liegen lässt. |
Beträge mit Stand August 2026, typische Werte und keine verbindliche Auskunft. Sie hängen stark von Betriebsart, Umsatz, Mitarbeiterzahl und Deckungssumme ab. Allgemeine Orientierung, keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung.
Fünf Fehler, die echtes Geld kosten
Keiner davon entsteht aus Nachlässigkeit. Jeder entsteht aus der Annahme, eine Police decke das ab, was ihr Name nahelegt.
Annehmen, die private Haftpflicht laufe einfach weiter. Sie läuft weiter, aber sie zahlt für beruflich veranlasste Schäden nicht. Das ist die häufigste und die teuerste Fehlannahme in diesem Thema, weil sie erst im Schadensfall auffällt und dann keine rückwirkende Police mehr hilft.
Die Sachwerte versichern und die Arbeitskraft nicht. Ein zerstörtes Notebook kostet 1.500 Euro. Ein Bandscheibenvorfall mit 38 kostet dich, wenn er den Beruf beendet, das gesamte Erwerbseinkommen der nächsten dreißig Jahre. Fast jeder Gründer versichert das Erste zuerst.
Die Berufsunfähigkeit vertagen, bis das Geschäft läuft. Der Beitrag hängt an Eintrittsalter und Gesundheitszustand. Jedes Wartejahr macht ihn teurer, und jede Diagnose dazwischen kann Ausschlüsse oder eine Ablehnung bedeuten. Das ist die eine Police, bei der Warten den Preis mehr treibt als das Einkommen ihn senkt.
Die Deckungssumme zu klein wählen, um Beitrag zu sparen. Der Unterschied zwischen einer und fünf Millionen Euro Deckung sind meist wenige Euro im Monat, weil die teuren Schäden selten sind. Es ist die falsche Stelle zum Sparen, und der Nachweis über eine Mindestdeckung wird von Auftraggebern oft verlangt.
Alles gleichzeitig abschließen, weil eine Liste es empfiehlt. Rechtsschutz, Cyber und Inhalt binden zusammen schnell vierstellige Beträge im Jahr, bevor der erste Kunde bezahlt hat. Die Reihenfolge Pflicht, dann Arbeitskraft, dann Haftung, dann der Rest kostet dich im ersten Jahr wenig und schützt dich an den Stellen, die dich wirklich umwerfen.
Häufige Fragen
Welche Versicherungen sind für Gründer Pflicht?
Die Krankenversicherung samt Pflegeversicherung gilt seit 2009 für jeden. Die Anmeldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft ist nach § 192 SGB VII binnen einer Woche fällig, unabhängig von Rechtsform und Mitarbeiterzahl. Die gesetzliche Rentenversicherung ist nur für bestimmte Gruppen Pflicht, unter anderem zulassungspflichtige Handwerker der Anlage A, Lehrer, Erzieher, Hebammen, Pflegepersonen sowie Künstler und Publizisten über die Künstlersozialkasse. Für einzelne Berufe wie Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten oder Versicherungsvermittler ist zusätzlich eine Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht Zulassungsvoraussetzung. Alles andere ist freiwillig, was nicht heißt, dass es verzichtbar ist.
Deckt meine private Haftpflicht meine Selbstständigkeit mit ab?
Nein. Private Haftpflichtverträge schließen beruflich und gewerblich veranlasste Schäden aus, und zwar ohne Umsatzgrenze und ohne Übergangszeit. Der Ausschluss greift ab dem ersten bezahlten Auftrag. Dafür gibt es die Betriebshaftpflicht, die für Büro- und Beratungstätigkeiten oft zwischen 80 und 200 Euro im Jahr kostet und bei vielen Versicherern in den ersten ein bis zwei Jahren einen Gründernachlass von bis zu 50 Prozent bekommt.
Was kostet eine Betriebshaftpflicht für einen Einzelunternehmer?
Für Büro, Beratung und Verwaltung liegt der Jahresbeitrag bei drei bis fünf Millionen Euro Deckungssumme meist zwischen 80 und 200 Euro. Über alle Betriebsarten hinweg reicht die Spanne von rund 77 Euro bis über 3.000 Euro im Jahr, weil Betriebsart, Umsatz, Mitarbeiterzahl und Lohnsumme in den Beitrag einfließen. Handwerk, Gastronomie und alles, was auf fremden Grundstücken stattfindet, liegt deutlich über dem Bürosatz. Angaben mit Stand August 2026 und als Orientierung, nicht als Angebot.
Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Selbstständiger?
Sie ist keine Pflicht und für die meisten Solo-Gründer trotzdem die wichtigste Police überhaupt. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente setzt fünf Jahre Beitragszeit und drei Pflichtbeitragsjahre in den letzten fünf Jahren voraus; wer sich als Selbstständiger nicht freiwillig weiterversichert, verliert diesen Anspruch nach einigen Jahren. Die Beiträge liegen 2026 grob zwischen 38 Euro im Monat mit 35 Jahren im Büro und 145 Euro mit 45 Jahren im Handwerk. Als Rentenhöhe gelten rund 60 Prozent des Gewinns vor Steuern als Faustregel, und die Beiträge sind nach § 10 EStG als Sonderausgaben bis 2.800 Euro im Jahr absetzbar.
Was ist der Unterschied zwischen Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflicht?
Die Betriebshaftpflicht zahlt für Personen- und Sachschäden: das umgestoßene Regal, der Kunde, der über dein Kabel stolpert. Die Berufs- oder Vermögensschadenhaftpflicht zahlt für reine Vermögensschäden, also für Fehler, die niemanden verletzen und nichts beschädigen, aber Geld kosten: der falsche Rat, die verpasste Frist, die fehlerhafte Berechnung. Wer berät, plant, programmiert oder mit fremdem Geld umgeht, braucht die zweite, denn die erste schließt genau diesen Fall ausdrücklich aus.
In welcher Reihenfolge schließe ich die Versicherungen ab?
Erstens alles, was Pflicht ist: Krankenversicherung melden, Berufsgenossenschaft binnen einer Woche, Rentenversicherungspflicht klären, gewerbliche Kfz-Nutzung melden. Zweitens deine Arbeitskraft, also Berufsunfähigkeit und, wenn möglich, Krankentagegeld. Drittens die Haftung gegenüber Kunden, also Betriebshaftpflicht und je nach Beruf Vermögensschadenhaftpflicht. Erst danach Inhalt, Elektronik, Rechtsschutz und Cyber. Diese Reihenfolge kostet im ersten Jahr wenig und deckt die Fälle ab, die einen Einzelbetrieb tatsächlich beenden.
Passt dazu
Lohnt sich der Schutz überhaupt?
Vor dem ersten Beitrag: 4 bis 12 KI-Experten bewerten Markt, Finanzen und Risiken deiner konkreten Idee, in Minuten, ab € 5,99.
Idee jetzt bewerten →